Burg Hohenegg

Der Abfassung einer Geschichte von Hohenegg (Hohengkh) stehen insofern Schwierigkeiten entgegen, als sich in der Literatur nur ziemlich zerstreute Notizen finden. In einem Bericht wurde Hohenegg im Jahre 727 erwähnt, dies jedoch kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. Nun zur eigentlichen Geschichte. Die Herren von Rettenberg (Röthenberg, östlich von Laubenbergstein) waren freie Herren. Der älteste bekannte Spross,  Adelprecht de Rotinberch lebte vor 1130. Er war ein treuer Anhänger der Staufer, was überhaupt auf ziemlich die ganze Gegend zutrifft, wie dies die verschiedenen Ortsbezeichnungen mit "Staufen" das tun, so z.B. der Burgstall Staufenberg in der Gemeinde Grünenbach, dann die Orte Oberstaufen, Niederstaufen. Die Familie Rettenberg starb um 1350 aus. Um die Mitte des 12. Jahrhunderts haben sich 2 Brüder des Stammes Rettenberg von diesem abgezweigt und die Rettenbergische Herrschaft Trauchburg übernommen. Von da an nannten sie sich "von Trauchburg". Die Brüder waren Berthold und Heinrich. Im Jahre 1171 nahmen sie eine Besitzteilung vor, wobei Heinrich die Burg Hohenegg erhielt und von nun an den Namen "von Hohenegg" führte. Es war allgemein Sitte, dass sich eine sich abtrennende Nebenlinie nach ihrem nunmehrigen Besitze nannte. Heinrich starb jung und kinderlos und sein Besitz fiel seinem Bruder Berthold zu. Dieser hatte drei Söhne. Die Burg wurde von Sohn Rudolf übernommen. Er erhielt 1240 den Titel NOBILIS VIR DE HOHENEGGE. Sohn Berthold von Trauchburg wurde Hofrichter. Sohn Walter war der Abt von St. Gallen. Die Hohenegger verkauften Hohenegg an die Grafen von Montfort um 1359 um auf die Burg Vilsegg zu ziehen. Spätere Besitzer waren Herzog Siegmund von Österreich-Tirol. Eben sowenig, wie über die Entstehung der Burg Hohenegg, konnte über ihr Ende bestimmtes ermittelt werden. Fest steht, dass die Burg zwar im Bauernkrieg 1525 stark beschädigt, aber in einem Lehensbrief von 1559 noch angeführt worden ist. Mutmasslich wurde sie im Laufe des 30 jährigen Krieges, mit dem furchtbaren Pestanfall 1635, welche das Allgäu um 2/3 seiner Bevölkerung beraubt hatten, mangels Bewohnern ihrem Schicksal des Verfalls überlassen. Ihre Steine fanden zu anderweitigen Bauzwecken, sowohl dem Fundament des Bauernhauses Nr. 39 in Ebratshofen namentlich aber zum Bau des Hammerwerkes in Schüttentobel Verwendung.

Burg Eisenberg

Um 1315 erbaute Peter von Hohenegg die Burg Eisenberg. Im Jahre 1382 übergab Berthold von Hohenegg "die vest ze dem Eisenberg" an Herzog Leopold lll von Österreich. Dabei wurde vereinbart, dass der den Bertold und alle seine Nachkommen damit belehnen werde. Bertholds Tochter Anna brachte dieses Lehen in die Ehe mit Freiherr Friedrich von Freyberg zu Angelberg ein. Die Heirat war 1396. Von da an nannten sie sich von Freyberg zu Eisenberg.

Burg Vilsegg

Die Burg Vilsegg, heute eine Ruine wurde ca. um 1220 gebaut. Der Standort war wichtig, da sie an der Handesstrasse über Fernpass und Reschenpass lag. Ab 1315 bekam die Burg Peter von Hohenegg die Burg zusammen mit der Stadt Vils als Afterlehen des Stifts Kempten. Die Hohenegger lebten sodann bis 1671 auf dieser Burg. Mit dem Tode des letzten "von Hohenegg" Johann Franz fiel das Afterlehen zurück an Österreich. Der römisch-deutsche Kaiser wurde Lehensmann des Stiftes. Ein langsames Zerfall setzte später ein. Im Jahre 1939 stürzten grössere Mauerpartien ein was 1953 eine Sanierung durch das österreichische Bundesdenkmalamt hervorrief.